Canon Selphy CP1500 Farbmanagement im Test – lohnt sich ein ICC-Profil?
Der Canon® Selphy CP1500 ist ein kompakter, mobiler Fotodrucker für Fotos im Format 10×15 cm. Er ist auf unkompliziertes Drucken ausgelegt: direkt vom Smartphone, Tablet oder der Kamera – ohne PC, ohne Treiber, ohne Einstellmöglichkeiten.
Doch genau das stellt anspruchsvolle Anwender vor ein Problem:
Der Drucker bietet kein zugängliches Farbmanagement.
Ich habe den Selphy CP1500 deshalb genauer untersucht und getestet, wie sich die Druckqualität mit einem ICC-Profil beeinflussen lässt – inklusive Vergleichsdrucken, Schwarzweiß-Tests und einem klaren Fazit.
Canon® Selphy CP1500: Drucken ohne Farbmanagement
Canon® setzt beim Selphy CP1500 vollständig auf ein internes, fest vorgegebenes Farbmanagement.
Das bedeutet:
- keine Druckertreiber für Windows oder macOS
- keine Möglichkeit, ICC-Profile im Druckdialog zu wählen
- keine Kontrolle über Farbraum, Tonwertkurven oder Grauachse
Der Drucker entscheidet selbst, wie Farben interpretiert und ausgegeben werden.
Typischer Eindruck ohne ICC-Profil
In der Praxis zeigen sich folgende Eigenschaften, besser zu beurteilen im direkten Vergleich :
- kräftigere, gesättigte Farben
- insgesamt etwas „poppiger“ Look
- leichte Blautendenz, vor allem in neutralen Bereichen
- Schwarzweißdrucke wirken etwas kühler
- dunkle Bildbereiche verlieren schneller Details
ICC-Profil für den Canon Selphy CP1500 – geht das überhaupt?
Offiziell: nein.
Praktisch: ja, mit Einschränkungen.
Ich habe den Selphy CP1500 mithilfe eines individuell erstellten ICC-Testcharts mit 165 Messfeldern farblich vermessen und daraus ein spezifisches ICC-Profil erstellt. Dabei wird nicht der Drucker selbst gesteuert, sondern:
👉 Die Bilddatei wird vor dem Druck farblich angepasst, sodass sie besser zum internen Farbmanagement des Druckers passt.
Wichtig:
• Das funktioniert nur über einen Computer
• Im mobilen Betrieb (Smartphone / Tablet) ist das ICC-Profil nicht nutzbar
Vergleich: Canon® Selphy CP1500 mit und ohne ICC-Profil
Ohne ICC-Profil
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Mit ICC-Profil
Der Ausdruck kommt dem Bild auf einem kalibrierten Monitor wesentlich näher. |
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Oben der Druck ohne ICC-Profil, unten mit ICC-Profil. |
Schwarzweißdrucke: Der größte Unterschied
Bei Schwarzweiß zeigt sich etwas deutlicher, wie stark das Farbmanagement eingreift.
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Oben: Ohne ICC-Profil
Unten: Mit ICC-Profil
👉 Für Schwarzweißdrucke ist das ICC-Profil ein klarer Gewinn.
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Vorteile und Nachteile im Überblick
Vorteile des ICC-Profils
- natürlichere Farben
- bessere Tonwertwiedergabe
- neutralere Schwarzweißdrucke
- reproduzierbarere Ergebnisse
- näher an der Originaldatei
Nachteil
- Nutzung nur mit Computer möglich
- im mobilen Einsatz nicht verwendbar

Lohnt sich ein ICC-Profil für den Canon® Selphy CP1500?
Meine ehrliche Einschätzung:
Der Canon® Selphy CP1500 bleibt ein mobiler Komfortdrucker.
Er ist nicht für klassisches Farbmanagement konzipiert.
Aber:
👉 Mit einem passenden ICC-Profil lässt sich die Druckqualität sichtbar verbessern.
Für Fotografen, die Wert auf eine natürlichere Farbgebung legen die der Druckdatei näher kommt und auf eine neutralere Wiedergabe von Schwarzweißfotos legen, ist das ICC-Profil durchaus sinnvoll.
Wer ausschließlich spontan vom Smartphone druckt, muss den Canon-Look akzeptieren – der ist gefällig, aber nicht neutral.
Kostenloser Download: ICC-Profil für Canon® Selphy CP1500
Ich stelle das von mir erstellte ICC-Profil für den Canon® Selphy CP1500 kostenlos zum Download zur Verfügung. Dieses ist praxisnah getestet, speziell für diesen Drucker erstellt und ideal für Farbfotografie und Schwarzweiß.
👉 Download: ICC-Profil für Canon Selphy CP1500
Fazit
Wer Kontrolle über seine Bilder will, braucht ein ICC-Profil.
Alles andere ist Zufall.
Unseren ICC-Profilservice für Foto- und Großformatdruck findest du hier:






